6 Fragen an Sílvia Sant Funk, Bewegungscoachin im Intuit- und Element Retreat
Foto: Sonia Epple
Heute stellen wir euch Sílvia Sant Funk vor, Tänzerin und Bewegungscoachin im Intuit-Retreat in Spanien.
Sílvia arbeitet an der Schnittstelle zwischen Coaching und dem Körper in Aktion. Als Tänzerin und Choreografin hat sie ein tiefes Verständnis für den Körper und seine Fähigkeit, sich auszudrücken. Sílvia ist Deutsch-Katalanin, sie spricht deutsch und bereichert unser Retreat außerdem mit südlicher Lebensfreude, Humor und Gefühl.
Foto: Sonja Stich
1. Beschreibe dich mit drei Worten
Entdeckerin in Bewegung
ruhig, neugierig und kommunikativ
2. Wie fließt die Intuition in deine Arbeit als Tänzerin ein?
Intuition ist für mich eine Art subtile Verbindung zwischen dem Inneren und dem Äußeren, eine Art innere Stimme, die zu hören mir nicht beigebracht wurde. Sie spricht mit leiser Stimme zu mir und sie ist sehr nah, ich muss sie nicht draußen suchen. Als ich anfing zu lernen, auf ihre besondere Sprache zu vertrauen und sie zu akzeptieren, hat sie sich deutlicher gezeigt. Trotzdem ist es immer wieder wie ein Gehen auf unbekanntem Terrain, doch darin liegt ihr Zauber, ihre Zerbrechlichkeit und ihr Wert. Wenn ich mich kreativ mit Bewegung verbinde, zeigt sich meine Intuition mit großer Freude.
3. Was motiviert dich? Woher nimmst du deine Inspiration?
Es gibt viele Dinge, die mich motivieren: Menschen, Fragen, das kritische und kreative Denken, die unendlichen Qualitäten und Formen der Materie, ein leerer Raum, ein Kunstwerk, ein Lied, eine Geste...! Ein Team von Menschen, die zusammen schwingen.
Foto: Sonja Stich
4. Wie gehst du mit kreativen ‚Flauten‘ um?
Das Gefühl „Ich bin nicht inspiriert“ ist für mich sehr wertvoll, denn es bedeutet, dass es etwas Unerwartetes, Zufälliges, Langweiliges, Albernes, Unbedeutendes gibt, das darauf wartet, entdeckt zu werden. Für mich gibt es keine Uninspiriertheit, sondern nur eine abgestumpfte Neugierde.
Fotos: Sonja Stich
5. Wo gehst Du hin, wenn Du bei Dir sein willst?
Wenn ich bei mir sein will, halte ich inne, spüre meine Füße auf dem Boden und verbinde mich mit dem, was ich als Erstes gelernt habe, und dem, was ich als letztes vergessen werde: Atmen.
Ich bin immer wieder davon fasziniert, wie diese einfache Geste mich zurück zu mir selbst bringt, zu meinem Körper, zu meinem Wesen. Manchmal brauche ich auch das Gefühl, Teil von etwas zu sein, das größer ist als ich. In der Natur fühle ich mich aufgehoben und begleitet von dieser wunderschönen Unermesslichkeit, von der ich nur ein winziger Teil bin.
Foto: Julia Kojeder
6. Hast du ein Lebensmotto?
„La vida, para siempre tu pareja de baile“ – Das Leben, für immer deine Tanzpartnerin
„Kein Mensch tritt zweimal in denselben Fluss, denn es ist nicht derselbe Fluss und nicht derselbe Mensch“ – Heraklit
„Am Ende hast du nur das, was du gegeben hast“ – Isabel Allende
Foto: Julia Kojeder